Alkopop im Cocktail-Lexikon


Cocktails erleben seit den 90er Jahren eine Renaissance. Bis dahin waren sie doch eher einer elitären Gruppe vorbehalten. Cocktailbars gab es nur in Großstädten und auch dort in nicht allzu großer Anzahl. Mittlerweile findet sich in jeder Kleinstadt zumindest ein Szenelokal, in dem Cocktails feste Bestandteile der Getränkekarte sind.

Trotzdem ist in den letzten Jahren die Nachfrage nach schnellen Cocktails für den privaten Verzehr gestiegen und die Hersteller haben darauf reagiert. Anfangs waren es nur die Cola-Mixgetränke, die fertig gemixt in Getränkedosen angeboten wurden. So konnte man beim Kinobesuch oder auf dem Weg zur Disco schon einmal einen Mix-Drink genießen. Mittlerweile sind die verschiedensten Mixgetränke in Dosen und Flaschen erhältlich, so dass sie unterwegs und zuhause ohne jeglichen Aufwand getrunken werden können. Manche Short-Drinks werden sogar direkt in kleinen, mit einem Aluminiumverschluss versehenen Trinkgläschen angeboten. Insbesondere die stark in Mode gekommenen Alkopops sind Mixgetränke in kleinen Flaschen, die überall getrunken werden können. Ob man diese jedoch unter den Cocktails einreihen sollte, ist eher fragwürdig.

Besonders beim jungen Publikum beliebt sind die in zahlreichen Variationen erhältlichen Alkopops. Sie zählen zu den so genannten Pre-Mixes, wobei süße, kohlensäurehaltige Limonaden mit Spirituosen wie Whiskey, Rum oder Wodka vermischt werden. Wegen ihrer poppigen Aufmachung sind sie auch unter der Bezeichnung Designer Drinks bekannt. Auch beim weiblichen Publikum sind die Alokopops sehr beliebt, weil der typisch bittere Spirituosengeschmack durch die süßen Limonaden oder Fruchtsäfte fast gänzlich überdeckt wird. Das führt allerdings zum Teil auch dazu, dass beim Genuss dieser Cocktails der trügerische Eindruck vermittelt wird, man habe es hier mit einem Erfrischungsgetränk zu tun.

Da diese Mischgetränke in den letzten Jahren immer mehr Freunde unter den Cocktailliebhabern finden, hat sich ein regelrechter Alkopop-Boom entwickelt, so dass inzwischen fast jeder namhafte Hersteller klassischer Alkoholika erfolgreich seine eigenen Alkopop-Produkte anbietet. Da diese nicht nur in Bars oder Diskotheken erhältlich sind, sondern auch zum Sortiment der meisten Supermärkte und Tankstellen gehören, sind die Alkopops ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht unbedingt ausgehen muss, um in den Genuss eines leckeren Cocktails zu kommen.


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